Förderwege

Teilzeitberufsausbildung –Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen (TEP) NRW

Engagierten Eltern mit jungen Kindern oder Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen eröffnet eine Teilzeitberufsausbildung die Chance, familiengerechte Ausbildungsbedingungen zu nutzen und damit der Vielfalt der Lebenslagen der heutigen Generation gerecht zu werden. Bislang scheitert eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf häufig daran, dass Unternehmen und Auszubildenden die Möglichkeit solcher Modelle nach § 8 Berufsbildungsgesetz (BBiG) weitgehend unbekannt sind.

Angesichts des demografischen Wandels und des prognostizierten Fachkräftebedarfs sind jedoch zunehmend Betriebe selbst daran interessiert, das Potential und die Kompetenzen von jungen Menschen mit Familienpflichten einzubeziehen und sie als zukünftige Fachkräfte zu gewinnen. Damit der Übergang in die Teilzeitberufsausbildung gelingen kann, hat das Land das Programm „Teilzeitberufsausbildung -Einstieg begleiten -Perspektiven öffnen“ (TEP) aufgelegt. Finanziert wird das Programm mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).

Förderlinie im Rahmen des Handlungsprogramms „Brücken bauen in den Beruf“

Das Landesprogramm „TEP“ ist eine Förderlinie im Rahmen des Handlungsprogramms „Brücken bauen in den Beruf“. Seit 2009 unterstützt „TEP“ Menschen mit Familienverantwortung bei der Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz in Teilzeit und gibt Hilfestellung, um Familie und Ausbildung zu vereinbaren. Die Teilnehmenden werden gecoacht, qualifiziert und beruflich vorbereitet und während der ersten Ausbildungsmonate individuell begleitet. Parallel zur Bildungsbegleitung der TEP-Teilnehmenden werden Unternehmen über die Möglichkeiten der Berufsausbildung in Teilzeit informiert und bei der Umsetzung unterstützt.

Wie es geht

Ist Ihr Interesse an einer Berufsausbildung in Teilzeit geweckt?

Sind Sie ein Unternehmen und auf der Suche nach geeigneten Auszubildenden?

Zum Programm TEP informieren die Regionalagenturen des Landes. Sie halten Kontakt zu den Projektträgern vor Ort und helfen interessierten Ausbildungsuchenden und Unternehmen weiter.
Sprechen Sie uns an!

Übersicht der Projekte, die im Rahmen der Förderlinie ‚TEP‘ gefördert werden >> hier

Netzwerke zur Teilzeitberufsausbildung in der Region NiederRhein

In der Region NiederRhein engagieren sich zwei teilregionsbezogene Netzwerke für die Teilzeitberufsausbildung – Kreis Wesel/Kreis Kleve und Duisburg – mit dem Ziel, diese Form der Berufsausbildung in der Region bekannter zu machen und voranzutreiben, die Chancen für junge Menschen mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen auf eine Ausbildung zu erhöhen sowie Unternehmen bei dem Fachkräftenachwuchs zu unterstützen. Es werden Informations- und Erfahrungsaustauschtreffen durchgeführt, gute Praxis aufgezeigt und Multiplikatoren informiert.

Zu den teilregionsbezogenen Netzwerken für Teilzeitberufsausbildung gehören neben der Regionalagentur NiederRhein und den Agenturen für Arbeit Wesel und Duisburg sowie den Jobcentern, die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sowie Bildungsträger und Institutionen.

Was Sie noch wissen sollten

Ausbildung in Teilzeit – Einige Infos und Eckdaten

Das Berufsbildungsgesetz bietet seit 2005 die gesetzliche Grundlage für eine Ausbildung in Teilzeit, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt (z. B. wegen der Betreuung eines Kindes). Dann kann die tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit im Betrieb reduziert werden, während die Berufsschule weiterhin ganztags besucht wird. In der Praxis orientiert sich die Umsetzung an folgendem Modell:

  1. 75 Prozent der normalen Regelarbeitszeit, mindestens 21 Stunden in der Woche werden im Betrieb absolviert, zusätzlich gibt es ein bis zwei Berufsschultage.
  2. Die tägliche Arbeitszeit soll höchstens sechs Stunden betragen.
  3. Die Vergütung beträgt entsprechend der zeitlichen Verkürzung 75 Prozent und wird vom Betrieb getragen.
  4. Die Auszubildenden können BAB (Berufsausbildungsbeihilfe) beantragen und erhalten für sich selbst bis zu einem Alter von 25 Jahren (im Höchstfall bis 27 Jahre) und für ihre Kinder Kindergeld.

Auf einen Blick

Wer – Förderberechtigte
Ausbildungssuchende Mütter und Väter (oder Pflegende von Angehörigen) können zwölf Monate durch entsprechende pädagogische Fachkräfte bei Bildungsträgern unterstützt werden.

Was – Förderangebot
Gefördert wird eine maximal sechsmonatige individuelle Unterstützung der Berufsorientierung und Ausbildungsplatzsuche, incl. der Klärung von Fragen zur Kinderbetreuungsorganisation oder Fragen bei der Pflege Angehöriger sowie eine max. achtmonatige Begleitung der betrieblichen Ausbildung in Teilzeit. Die Ausbildungsbegleitung bezieht sich auf alle Berufe der dualen Ausbildung sowie auf die Berufe der Altenpflegefachkraft und der Gesundheits- und Krankenpflege.

Direkter Kontakt

Ihre Ansprechpartner/-innen rund um die Teilzeitberufsausbildung in Duisburg:

Ihre Ansprechpartner/-innen rund um die Teilzeitberufsausbildung im Kreis Wesel:

Ihre Ansprechpartner/-innen rund um die Teilzeitberufsausbildung im Kreis Kleve:

Ihr Kontakt

Gabriel Spitzner

Dipl.- Geogr. Gabriel Spitzner dwb
Telefon: 0203 283-4208 
g.spitzner@regionalagentur-niederrhein.de

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Dipl.-Betriebswirt Ulrich Rose
(Kreis Wesel und Kreis Kleve) 

Telefon: 02841 9999-6969 
u.rose@regionalagentur-niederrhein.de